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24.10.2022 11:33 Alter: 35 days

Gedicht von Pfarrer i.R. Ulrich Dillmann


Heute Christ sein, ein Wert oder Unwert?
Von Ulrich Dillmann

Unsere Medienlandschaft weiß zu berichten: Auf Christsein könne man heute verzichten. Und viele Leute werden stumm, Wenn Sie hören: noch kein Frauenpriestertum.

Dafür Missbrauch, Geldgier, Vatikan, Und klagen das Sündenregister der Kirche an. Da helfe nur – und auf die Schnelle – Eine allumfassende Austrittswelle.

Warum so lässt sich freilich fragen – Haben Christen Jahrhunderte bis in unseren Tagen, Für den Glauben ihr Leben geopfert so dumm, Und zwar bis zum Martyrium? Viele Christen sagten mir entgeistert: Nur im Glauben habe ich doch mein Leben gemeistert!

Beim Abitur war ich auf einem naturwissenschaftlichen Gymnasium, Trotzdem von uns 20 ergriffen das Priestertum. Unser Abi-Lehrer war ein Atheist – und gab uns Fünfen – welch ein Mist. Je einen Fünfer in Deutsch und Englisch – Das war seine List. Trotzdem wurden wir Priester, auch wenn man uns zog unter den Tisch, Der Professor war für uns der kleinere Fisch!

Noch nie gab es auch so viele Laien in den Gemeinden. Noch nie so viele überzeugte Gebetsgruppen, die sich vereinten. Wir brauchen nicht immer nur das Negative zu sehen. Das Christsein müssen wir positiv angehen. Warum musste denn Christus überhaupt kommen? Doch wegen den Sündern und nicht wegen den Frommen! Schauen wir doch mal gläubig auf sein Kreuz! Warum hing der Sohn Gottes dort? Ihr Leute, bereut´s! Die Kirche verbessern bedeutet: bei sich selbst beginnen. Enttäuscht austreten heißt: Keinen Blumentopf zu gewinnen! Die Glaubensgemeinschaft hilft bei unseren Lebensbewältigungen, Unsere Kirche hat mehr zu bieten, als Negativmeldungen!

Schauen wir auf die Ökumene, Da waren die Christen früher lange Zeit in Quarantäne. Aus dem Gegeneinander wurde ein Miteinander – Aus dem Ohne-Einander ein gegenseitiges Füreinander. Auch aus dem Lärm unserer Tage aus der Unrast und der Plage, Bieten die Klöster durch Orte der Stille seit Jahrhunderten Kraft in großer Fülle.

Noch nie gab es so viele Glaubenskreise, Gebetskreise, Gesprächskreise, Frauenkreise, Meditationskreise. Das ist ein Zeichen von dem Interesse am Leben. Da liegt die Kirche auf der Höhe der Zeit und nicht daneben. In den Augen Jesu hat auch der Sünder einen Wert – Bloß die Sünde hat für ihn keinen Wert. Aber er hat die Sünde zugelassen, Damit die Menschen Ihre Freiheit nicht verpassen.

So sehr hat uns Gott trotz unserer Sünden geliebt, Dass er sogar den Sündern das Ewige Leben gibt!